Schon gewusst? Wie Sie in Haus und Garten gut durch die Hitze kommen

Die gegenwärtige Hitzewelle hat Elbe-Elster im Griff und die Aussichten sind sehr warm. Die lokale und nationale Presse ist voll von Tipps und Hinweisen, wie man mit leicht umsetzbaren Praktiken den Alltag mit der Hitze besser bewältigen kann. Wir haben einige interessante für Sie zusammengetragen. Sie sind zum Teil altbewährt und nahe liegend, dennoch macht es Sinn, sie sich gerade jetzt noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.  Andere sind innovativ oder haben einen Bezug zu Elbe-Elster. Vielleicht ist etwas dabei zum Nachmachen… Gute Abkühlung. 

Hitze im Haus

Bei Hitzewellen, wie wir sie derzeit erleben, liegt das Augenmerk zumeist auf den Temperaturen im Außenraum. Dabei ist gerade die Temperatur in Innenräumen von großer Bedeutung für unser Wohlbefinden, denn oft zieht man sich bei großer Hitze nach drinnen zurück. Insbesondere Menschen, die stark durch Hitze gefährdet sind – beispielsweise alte und solche mit Vorerkrankungen – halten sich überwiegend in geschlossenen Räumen auf. Man sollte daher die Wärme am besten erst gar nicht ins Haus lassen, so muss sie nicht wieder hinausbefördert werden, um Abkühlung zu erhalten. Die Hitze bleibt am besten draußen, wenn am Haus ein Sonnenschutz durch Markisen, Jalousien oder Sonnenschutzfolien angebracht wird, nur abends, nachts und ganz früh am Morgen gelüftet wird oder zusätzliche Wärmequellen wie Computer, Fernseher oder Backofen möglichst wenig benutzt werden. 

Wenn das Haus erst einmal zu warm ist, kann man auf die Anleitung der Berliner Morgenpost zum Selbstbau einer Klimaanlage zurückgreifen. Ganz voraussetzungslos ist das nicht – man braucht einen Ventilator, ein Handtuch, einen Kleiderbügel und eine Schüssel. So geht es: 

  1. Das Handtuch mit Wasser befeuchten. 
  2. Das Tuch über einen Kleiderbügel hängen und diesen in einem Raum aufhängen. 
  3. Die Schüssel darunter stellen und das Ende des Handtuches in die Schüssel hängen. 
  4. Den Ventilator davor platzieren. Fertig. 

Hitze und Schlafen

Um die heißen Tage gut zu überstehen, braucht man genügend Schlaf. Leider sind während einer Hitzewelle auch die sogenannten Tropennächte keine Seltenheit. Das sind Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20° Grad Celsius fällt. Vielen fällt das Schlafen in diesen Nächten schwer.  

Was kann man tun, wenn einem die Hitze den Schlaf raubt?   

  • Vor dem Schlafen lauwarm duschen 
  • Wärmflasche mit kaltem Wasser ins Bett nehmen 
  • Schlafanzug oder Bettzeug kurz in den Kühlschrank legen 
  • Auf dem Fußboden schlafen
  • Ein Spaziergang bevor man sich ins Bett legt.

Mehr Tipps, wie man sich zu Hause und auf der Arbeit an Hitze anpasst gibt es zum Beispiel beim Umweltbundesamt und ganz anschaulich über den Hitzeknigge.

Hitze im Garten

Die bei vielen so beliebten Gärten können die gewünschte Erholung kaum bringen, wenn es so heiß ist. Es besteht die Gefahr, dass das Schatten- und Kühle spendende Grün vertrocknet. Der Garten kann aber so gestaltet werden, dass er Trockenheit und Hitze besser übersteht. Es gibt einige interessante Faustregeln, welche Pflanzen besonders gut mit Hitze und Trockenheit umgehen können. Dazu gehören Pflanzen mit kleinen Blättern, mit silbrigen und grauen Blättern (die die Sonne reflektieren), mit derben und dicken Blättern, die das Wasser speichern. Auch Tiefwurzler wie Rosen können gut mit heißen und trockenen Standorten umgehen. 

Wichtig ist neben der Auswahl der Pflanzen auch ihre Pflege. Wie gießt man bei Trockenheit und Hitze? Am besten mitten in der Nacht! Dann ist die Verdunstung am geringsten und der Boden am kühlsten. Falls man nicht nachtaktiv ist oder eine Bewässerungsanlage mit Zeitschaltuhr hat, sollte man die Pflanzen lieber am frühen Morgen statt abends gießen. Außerdem nicht jeden Tag ein bisschen, sondern lieber seltener und dafür mehr Wasser geben.  

Wer sich mehr über einen klimaangepassten Garten informieren möchte, schaut mal hier beim NABU rein oder nimmt an unserer AG Bewässerung teil, die sich im Rahmen einer Veranstaltung in Elbe-Eslter gebildet hat.

Hitze und Haustiere

Auf die tierischen Mitbewohner in Haus und Garten sollte man in der Hitze besonders Acht geben. Viele Tiere können nicht wie wir über die Haut schwitzen. Hunde können sich beispielsweise nur über die Schweißdrüsen an ihren Ballen oder durch Hecheln abkühlen. Das Lüneburger Tierheim rät Hundehalter*innen:

  • Immer ausreichend zum Trinken anbieten 
  • Schattenplätze anbieten 
  • Sportliche Aktivitäten zur heißen Zeit vermeiden 
  • Richtige Fellpflege: Bürsten, Trimmen, Scheren und Sonnencreme wenn nötig
  • Achtung! Niemals im Auto zurücklassen
  • Abkühlung im Wasser anbieten. 
  • Asphalt und Sand beim Spaziergang vermeiden, lieber auf Wiesen oder im Wald 

Katzen können übrigens besser mit Hitze umgehen, wenn man ihnen Freiräume lässt. Sie sollten einen kühlen Ort wie das Badezimmer oder den Keller aufsuchen können. Wie man es unseren Haustieren sonst noch angenehmer gestalten kann man auch beim Abendblatt nachlesen.

Mehr Tipps und Tricks zum Umgang mit Hitze

Die Sommer entwickeln sich in Zukunft weiter so und das bedeutet, wir müssen noch mehr solcher Tricks sammeln. Was hilft Ihnen bei der Hitze? Was sind Ihre Lösungen bei der Hitze – und wo sind Ihre Lieblings-Schattenplätze?

Nicole Mahlkow, Beatrice John, Daniel Willeke

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